| Ausstellung Walter-Gropius-Schule |
Wir laden Sie herzlich ein zur Ausstellungseröffnung in die Walter-Gropius-Schule in Erfurt (Binderslebener Landstraße 162, 99092 Erfurt) am Donnerstag, den 11. November um 14.00 Uhr. |
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| Projektbeschreibung |
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EROPÄISCHES FORUM. JUNGE LEUTE. Heute... Ein Projekt zur Gewaltprävention, Kommunikation, Toleranz... Das Projekt setzt an Idealen an. Vorbild war die Heilige Elisabeth, die vor 800 Jahren vierjährig nach Eisenach gebracht wurde, um das Herrschen zu lernen. Elisabeth entscheidet sich anders und bestimmt ihren Weg allen Widerständen trotzend in der Christusnachfolge „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25/40) Die Ideale von Selbstbestimmtheit, Verantwortung fürs Gemeinwohl, Standfestigkeit sind zeitlos. Prof. Hans-Joachim Maaz, Halle, bezeichnet die derzeitige Epoche als „Zeitalter des Narzissmus“. Das Projekt provoziert in direkter Kommunikation die Frage: „Warum bist du, warum bin ich auf der Welt? Sich einmal mit der Frage nach dem Sinn des Lebens angefreundet, leiten sich weitere Fragen nach dem Weg, nach den Mitmenschen und nach den Mitteln ab. Bei diesem Projekt kommen Fotografie, Videografie, die verschiedenen Kunstsparten und Geschichte zum Einsatz. Die Ergebnisse münden u.a. in einer Ausstellung, die vom Entstehungsort zu andern Plätzen wandern soll. Die Präsentation der Ausstellung kann mit Workshops, Konferenzen verbunden werden. Gleichermaßen stehen Dokumentionen in aller medialen Bereichen offen, wie die Möglichkeit, in Internetforen weltweit zu kommunizieren. EUROPÄISCHES FORUM. JUNGE LEUTE. Heute…RECHTE PAROLEN. GEWALT. PRÄVENTION! Aber wie?Ein Projekt gegen Gewalt, für Kommunikation, Selbstfindung und ToleranzImmer wieder erschrecken uns Meldungen von Gewalt - zunehmend auch vor einem rechtsradikalen Hintergrund - noch dazu, wenn die Altersgrenze immer weiter sinkt und das Maß an Brutalität, an Grausamkeit zunimmt. Die Hemmschwelle ist weit herabgesetzt. Augenfällig ist eine Anfälligkeit für fremdenfeindliche rechte Parolen. Woher kommen diese Phänomene? Dieser Frage sind wir nachgegangen. Die Problematik stellt sich als vielschichtig heraus. Instabile Familienverhältnisse, mangelnde Konsequenz in der Erziehung, schwer kalkulierbare Zukunftsaussichten, Alkohol- und Drogenmissbrauch, eine mediale Welt, die Gewalt in einem unbeschreiblichen Ausmaß zeigt. In diese Verunsicherung, in dieses Vakuum stoßen Rechtsradikale und Neonazis mit pauschalierten Feindbildern und vermeintlich einfachen Lösungen hinein. Die Beeinflussung zielt auf Instinkte, auf Emotionen und vermeidet bewusst die sachlich-rationale Argumentation. Gewalt verherrlichende Bilder, werden zu Vor- Bildern für Handlungen, die kopiert werden. Grenzenlose Freiheit scheint die Maxime zu sein. Freiheit ohne Verantwortung? Alle diese Einflüsse sind gegeben und lassen sich nicht per Knopfdruck, Wunschäußerungen und Beschwörungen ins Positive verkehren. Die Arbeit setzt bei dem Einzelnen an, bei jedem Einzelnen. Woran aber sollen sich die, die Verantwortung für die nachfolgende Generation, die nachfolgenden Generationen tragen, orientieren? Wie sollen Aufklärung und die konstruktive Auseinandersetzung mit Gewalt, ideologischer Verführung, mit Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit erfolgen? Wie können christliche und humanistische Werte vermittelt und verinnerlicht werden? Es besteht kein Zweifel. Es sind christliche und es sind humanistische Werte, die eine überzeugende Antwort auf Fehlentwicklungen geben können: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“, „Was ihr diesem einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ „Geben ist schöner denn nehmen.“ Auf den Punkt gebracht. Es geht – auf den Punkt gebracht - um SINN- Fragen. Hier kulminieren die Defizite. Zentrale Lebensfragen werden überlagert… Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird durch vielerlei Un- Sinn überlagert. Um die störenden Überlagerung zu beseitigen und zur Wurzel vorzudringen, bedarf es der intensiven Ziel gerichteten Beschäftigung mit den Grundfragen des Lebens, also dem SINN. Projekterfahrungen… Aus den Erfahrungen mit den Projekten EUROPÄISCHES FORUM. FRAUEN. HEUTE. Auf den Spuren der heiligen Elisabeth… und EUROPÄISCHES FORUM. MÄNNER HEUTE. Mensch bleiben…, in denen Frauen und Männer aus vielen europäischen Ländern und darüber hinaus aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus Indien zu ihrer Einstellung zum Leben und zur Verantwortung für eine friedliche Welt und ein gedeihliches Miteinander befragt wurden, soll jetzt ein Brückenschlag zu Schülern, Lehrlingen, Studierenden und Jugendlichen erfolgen. Rund 250 Frauen und Männer in einem Alter von 28 – 93 Jahren haben sich in den vergangenen sechs Jahren an den Projekten EUROPÄISCHES FORUM. FRAUEN HEUTE. Auf den Spuren der heiligen Elisabeth… und EUROPÄISCHES FORUM. MÄNNER HEUTE. Mensch bleiben… beteiligt. Frauen und Männer wurden nach ihren Lebensmaximen befragt und gebeten, diese in einem einzigen Satz auf den Punkt zu bringen. Bei den Frauen war der Befragungshintergrund die Maxime der heiligen Elisabeth: gelebter Glaube, Standhaftigkeit, Verlässlichkeit, die Fähigkeit, aus einer fremd bestimmen Rolle auszubrechen, den Dienst an den Bedürftigen dem Machtanspruch vorzuziehen. Bei den Männern war es die Maxime des von Immanuel Kant formulierten „Kategorischen Imperativs“ und die Ableitung in der Trias ERKENNTNIS - FREIHEIT - FRIEDE. Jeweils wurde ein Porträtfoto von den befragten Persönlichkeiten angefertigt und die Ergebnisse zu Wanderausstellungen zusammengefasst. Die Frauenaustellung startete im Mai 2006 im ungarischen Esztergom, ging durch sechs Länder und wurde bisher 63 Mal gezeigt. Die Männerausstellung trat die Reise von Kromsdorf (Weimar) im Januar 2008 an und war bisher 23 Mal in fünf Ländern zu sehen. Aus dem Kernprojekt erwuchsen zahlreiche Aktivitäten, in die Künstlern, Architekten, Musiker, Filmemacher, Ingenieure, aber auch Behinderte eingebunden werden konnten. Die Resonanz zeigt, wie wesentlich Menschen empfinden, wenn es um den Sinn des Lebens geht. Die Sinnhaftigkeit und die Reflexion der eigenen Existenz entscheiden in der Regel über die Handlungen. Ist hingegen der Sinn dem Einzelnen unklar, tritt Orientierungslosigkeit ein. Es entsteht ein Vakuum, das u. a. rechtsradikale Ideologen und Akteure mit lebensdestruktivem Gedankengut zu füllen am Werk sind. So sind Ersatzhandlungen, Agression, Apathie, Drogen etc., die dem produktiven Leben zuwider laufen, in gesteigertem Maß zu erwarten. Wie kann diesen Indoktrinationen entgegen gewirkt werden? Wie können Urteils- uns Argumentationsfähigkeit gestärkt werden? Welche Alternative soll angeboten werden? Hier kommen wir zum Kern. Es ist die Antwort jedes Einzelnen auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Und es geht um Angebote zur Umsetzung dieses Sinns in der Gemeinschaft der Völker Europas und der gesamten Welt. Wie soll man heute mit Heranwachsen zum Sinn des Lebens, zur Wurzel des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns vordringen? Werden Werte pädagogisierend einklagt, werden sich junge Leute gähnend abwenden. Daher wird in dem Projekt auf die direkte belehrende Ansprache verzichtet. Vielmehr wird an den Sinn- Gehalt als den Gegenspieler von Sinn- Leere wie folgt herangegangen. Zielgruppen Wir wenden uns mit dem nachfolgenden konkreten Ansatz an Schulen, Hochschulen, Universitäten, Ausbildungsstätten, Jugendklubs etc. Beispiel Schulklasse mit ca. 30 Schülern.Projektvorstellung MdEP Dr. Dieter L. Koch |